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Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Lehrstuhl für Planetary & Public Health – Professor Dr. med. Wilm Quentin

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Neues Forschungsprojekt zu Krankenhäusern im Klimastress

25.09.2026

Der Klimawandel stellt auch Krankenhäuser vor große Herausforderungen: Sie müssen mehr klimabedingte Erkrankungen behandeln und zugleich die eigene Klimabilanz verbessern. In Deutschland fehlt bislang jedoch eine einheitliche, wissenschaftliche Grundlage, um Klimaanpassungen in Krankenhäusern zu erfassen und zu entwickeln. Unter Leitung der Universität Bayreuth setzt das Projekt „KlimaRadar Krankenhaus“ genau dort an: Gefördert mit 1,6 Millionen Euro über den Innovationsfonds des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss entsteht ein praxisnahes Reifegradmodell, das die aktuelle Entwicklung des Klimaschutzes in Krankenhäusern erfasst und gezielte Verbesserungen ermöglicht.

Krankenhäuser sind vom Klimawandel in mehrfacher Hinsicht betroffen: Sie müssen Patientinnen und Patienten bei hitzebedingten Erkrankungen, Extremwetterereignissen oder neuen Infektionsrisiken versorgen, ihre eigene Versorgungssicherheit trotz Klimarisiken gewährleisten und zugleich ihren eigenen Ressourcenverbrauch und ihre Emissionen reduzieren. Bisher fehlt in Deutschland jedoch eine einheitliche, wissenschaftlich fundierte Grundlage, um Klimaschutz und Klimaanpassung in Krankenhäusern systematisch zu erfassen, vergleichbar zu machen und konkrete Entwicklungsziele abzuleiten. Im Projekt „KlimaRadar Krankenhaus“ unter Federführung der Universität Bayreuth wird daher ein praxisnahes Reifegradmodell entwickelt, das Krankenhäusern, Krankenkassen und politischen Entscheidungstragenden evidenzbasierte Orientierung für Transformations-, Investitions- und Steuerungsentscheidungen geben soll.

Im Projekt kooperieren die Universität Bayreuth, das Institut für angewandte Versorgungsforschung (INAV), das Deutsche Krankenhausinstitut (DKI) sowie das Kompetenzzentrum für klimaresiliente Medizin und Gesundheitseinrichtungen (KliMeG) der Deutschen Allianz Klimawandel und Gesundheit (KLUG). Die Universität Bayreuth übernimmt dabei mit Prof. Dr. Wilm Quentin, Lehrstuhl für Planetary and Public Health, die Konsortialführung und verantwortet das Teilprojekt „Klimaanpassung – Evidenzbasis & Institutionalisierung“, welches die wissenschaftliche Evidenzbasis zu Klimaanpassungsmaßnahmen in Krankenhäusern aufbaut, Handlungsempfehlungen entwickelt und untersucht, wie diese dauerhaft in Krankenhausstrukturen verankert werden können.

Zunächst werden nationale und internationale Best Practices analysiert, um daraus anschließend gemeinsam mit Expertinnen und Experten sowie Partnerinnen und Partnern aus der Praxis Handlungsempfehlungen zu entwickeln. Das KlimaRadar wird zunächst in bis zu fünf Krankenhäusern pilotiert und anschließend auf bis zu 15 Krankenhäuser unterschiedlicher Größe, Trägerschaft und Versorgungsebenen validiert. Letztendlich ergibt sich daraus ein konsolidiertes Reifegradmodell mit Handlungsempfehlungen und gesundheitspolitischen Implikationen für die langfristige Institutionalisierung des KlimaRadars.

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Das Projekt läuft ab Januar 2027 und wird für 36 Monate über den Innovationsfonds des Innovationsausschusses beim Gemeinsamen Bundesausschuss gefördert. Die bewilligte Fördersumme beträgt rund 1,6 Millionen Euro.

Weitere Informationen zum Projekt erhalten Sie hier.

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